Essen ist Medizin.

Mein Körper hat im letzten Jahr einiges mitgemacht. Stress, Liebeskummer, einen Zusammenbruch- und zur Krönung kaputt gefärbte Haare. Mein armer Schopf musste darunter leiden, dass der Kopf eine neue Phase einläutete #typischfrau

Zu Beginn meiner Zeit daheim achtete ich stark auf meine Psyche, die dringend Erholung brauchte. Ruhe, Spaziergänge- und Soulfood.

Kennt ihr die Selfish-Brain-Theorie? Sie besagt, dass das Gehirn ein Egoist ist, der oft auch nach Lebensmitteln verlangt, die gar nicht mal so gesund für den Körper sind. Aber wie Egoisten nun mal sind, es ist ihm egal. Das Hirn braucht Trost oder schnelle Energie? Her mit Junkfood, Süßkram und dem Feierabend-Wein mit Freunden!

Es interessierte mich im Herbst viel weniger als sonst, womit ich meinen Körper fütterte. Vielmehr fand ich (oder mein Hirn), dass ich es mir verdient hatte, zum Frühstück Pizza zu essen, wenn ich Lust hatte. Dass ein, zwei Gläschen Wein den Tag abrundeten, wenn wir mit unseren Freunden beisammen saßen. Weizen, Käse, Grauburgunder- lecker und her damit!

Die Krönung war der Familienurlaub zwischen den Tagen, den wir in Frankreich verbrachten. Dem Land, in dem die Mahlzeiten von morgens bis abends von köstlich-knusprigem Baguette begleitet werden. In dem das Abendessen drei bis vier Gänge hat, zu denen man lecker Weinchen genießt und den Abend mit einer Käseplatte beendet. Ja, es war essen wie Gott in Frankreich!

Als ich wieder nach Hause kam, durchgefroren von den letzten Tagen in einem Haus, das monatelang leer gestanden und sich während des Kurzurlaubs kaum aufgeheizt hatte, wollte ich nichts mehr als ein heißes Bad. Ich legte mich gemütlich in die Wanne und durchforstete Seiten wie springlane, Hagen Grote  und YouTube nach neusten Rezepten und Küchenhelfern. Ich liebe es, mich mit Essen zu beschäftigen! Schon beim Frühstück überlege ich, was es zum Mittagessen geben soll.

Schön und gut- mein Blick schweifte vom Tablet ab und wanderte meinen Körper hinab. Jede schwammige, weiche Stelle schillerte da unter der schaumigen Oberfläche. Da gefiel mir gar nicht! Feines Essen hin oder her- ich hatte übertrieben. Das ist ja für eine Zeitlang vollkommen in Ordnung und macht Spaß. Aber gesund ist es nicht. Mir ist bewusst, dass ich nicht „dick“ bin. Darum ging und geht es mir aber auch nicht bei „Essen als Medizin“. Sondern darum, dass Essen der Treibstoff für unseren Körper ist. Und ich hatte in den Wochen zuvor nicht gerade den besten Kraftstoff getankt. Das zeigte sich einfach an meinem Bauch und meinen Beinen: Ich fühlte mich schwammig, schlecht ernährt und schlapp. Und das, nachdem es in meiner Familie eine langwierige Krankheitsgeschichte mit dem Darm gegeben hatte.

Ich fasste den Entschluss, ab hier und jetzt besser auf mich aufzupassen. Nicht aus dem Gedanken an eine Bikinifigur und damit verbundene Neujahrsvorsätze heraus! Sondern weil es mir reichte, meinem egoistischen Hirn nachzugeben. Ich bin eine alleinerziehende Mama und habe somit mehr denn je die Pflicht, für mein Kind gesund und fit zu sein und zu bleiben.

Es reichte nicht mehr, den Psychostress durch die Kündigung in der Kanzlei abgeschafft zu haben. Vielmehr wollte ich mich und meinen Körper von innen heraus heilen. Mit dem richtigen Essen.

Ich strich Wein, Weizen(-produkte) und Milchprodukte von meinem täglichen Speiseplan. Wieso?

Alkohol, weil

er nicht nur ungesund ist, sondern: „Sobald Alkohol in den Organismus gelangt, wird dieser zur bevorzugten Energiequelle. Der Verbrauch von Proteinen und Kohlenhydraten wird deutlich reduziert, weil die Leber mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist, die Fettverbrennung nahezu gänzlich gestoppt.“ (https://upfit.de/coach/mit-alkohol-abnehmen/)

Ich trinke nunmehr seit drei Wochen keine Tropfen mehr, bis auf eine Ausnahme letzte Woche. Es fehlt mir nicht!

Weizen und Milchprodukte, weil

sie meiner Meinung nach keinen Mehrwert für unsere Gesundheit haben. Kuhmilch ist für Kälbchen, das habe ich schon vor einigen Jahren geschrieben, und glaube auch daran. Weizen ist in den letzten 50 Jahren zu einem der genmanipuliertesten Lebensmittel geworden. So enthielt er vor einer halben Dekade noch 5% Gluten, während es heutzutage 50% sind! (Ob das WIRKLICH stimmt mit dem Gluten, können wir nur im Labor herausfinden. Ich möchte lediglich verdeutlichen: der heutige Weizen hat mit seiner Urform nur noch wenig gemein. Link ist selbstverständlich nicht meine einzige Quelle zum Thema Weizen.) (https://www.google.de/amp/s/www.zentrum-der-gesundheit.de/volksdrogen-milch-und-weizen-ia,amp.html)

Ich möchte hier keine Industrie, keinen Landwirtschaftszweig schlecht machen. Ich will auch keine Extreme preisen. Wir essen auch ab und an etwas Käse (zB auf der Pizza). Ich trinke zu meinem Kaffee einen Schluck Milch, und wenn man sonntags mit Freunden frühstücken geht so wie heute, dann freuen Niki und ich uns wie alle anderen über ein leckeres, ungesundes Buttercroissant. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Milch- und Weizenprodukte einem praktisch in die Wiege gelegt werden, und in dessen Kultur ein Käsebrot mit Milch zum Alltag gehört.

Doch mir und auch meinem Kind geht es sehr gut damit, möglichst wenig Kuhmilch- und Weizenprodukte zu verzehren. So sehr ich Brot, Tiefkühlpizza und Buttertoast auch liebe!- sie sind Leckerchen. Kein fester Bestandteil unseres Speiseplans.

Dass wir Fleisch sehr bewusst konsumieren, ist schon seit meinen Recherchen zur Massentierhaltung so.

Und soll ich euch etwas sagen? Mir und meinem Körper geht es sehr gut mit dieser Einstellung (Wutzi sowieso).

Wer sich mit Essen heilen will, muss auf jeden Fall sehr viel lesen und recherchieren. (Das kann auch ich euch nicht abnehmen. Ich berichte hier nur über MEINEN Weg und meine persönlichen Erfahrungen). Man muss viel lesen, über Lebensmittel, deren Wirkung auf unseren Körper und auf unsere Psyche. Ich finde aber, dass das im Zeitalter des Internets nicht nur sehr leicht ist, sondern auch Spaß macht. Wer möchte nicht gesund sein, von innen und außen?

Worüber ich gleich zu Beginn dieses autodidaktischen Lernprozesses stolperte war die Hypothese, dass unser Darm das Zentrum unserer Gesundheit bildet: „Der Darm ist auch die natürliche Grenze zwischen der Außenwelt und dem Inneren unseres Körpers. Speziell die Darmschleimhaut erfüllt dabei eine wichtige Aufgabe – wenn sie gesund ist.“ (https://mutaflor.de/darm-und-bakterien/darm-zentrum-der-gesundheit)

Das leuchtete mich sofort ein. Ich sah mir in diesem Zusammenhang auf YouTube viele Videos zu japanischer und asiatischer Ernährung an und las eine Menge Artikel dazu. In erster Linie hatte mich interessiert, wieso zur Hölle die so verdammt gut altern?! Nach einigen Videos war mir der Begriff „fermentiert“ immer wieder begegnet. Fermentierte Lebensmittel wurden durch Umwandlungsprozesse organischer Stoffe mit Hilfe von Mikroorganismen oder Enzymen haltbar gemacht. Beispiele dafür sind: Sauerkraut, Natto, Tofu, Miso, Sojasoße, Kimchi (scharfer, eingelegter Kohl) und auch Jogurt. Dank dem Fermentationsprozess enthalten diese Lebensmittel Probiotika. Das sind lebende Bakterien, die die Darmflora stärken und schützen. Und: „Der Darm und seine Darmflora spielen eine entscheidende Rolle für unser gesamtes Wohlbefinden. Die positiven Wirkungen von Probiotika beginnen bei einer besseren Verdauung und helfen bei der Aufnahme von Nährstoffen.“ (https://www.google.de/amp/s/www.zentrum-der-gesundheit.de/fermentation-probiotika-ia,amp.html)

Es war sehr interessant zu lernen, wie wichtig ein gesunder Darm für alle Körperfunktionen und letztlich auch unser Aussehen ist. Wohlbefinden, schöne Haut und Haare, all das beginnt im Bauch. So startet mein Tag seitdem stets mit 100ml Brottrunk (schmeckt wie Sauerkrautsaft). Der enthält super viele Probiotika und bereitet (zumindest meiner Meinung nach) den Bauch auf den Tag vor. Rohes Sauerkraut vor dem Mittagessen tut es zwar auch- aber der Geruch muss im Büro nicht unbedingt sein 🙂

Da nach innerer Gesundheit eine Regeneration meiner drangsalierten Haare auf meiner Wunschliste steht, informierte ich mich als nächstes über Lebensmittel, die Haarwachstum und -Gesundheit positiv beeinflussen. Seitdem zählen Walnüsse, Spinat, Wildlachs, Linsen, Brokkoli und gute Eier zu meinem fast täglichen Bedarf.

Wie mein täglicher Speiseplan aussieht, und wieso bestimmte Lebensmittel darauf stehen, das findest du in meinem nächsten Artikel. ♥️

PS Alle Angaben sind ohne Gewähr. Ich bin keine Ernährungsberaterin oder Ärztin. Ich möchte hier lediglich meine Gedanken zum Thema „Essen ist Medizin“ teilen.

2 Comments

  1. Daniela sagt:

    Du schreibst immer wieder das du eine alleinerziehende Mutter bist, auf Instagram erzählst du aber auch sehr oft, das der Papa Nikolai zur Kita bringt oder er bei ihm schläft. Verstehe mich nicht falsch, das ist kein Angriff an dich. Nur alleinerziehend bedeutet für mich, eine Mutter oder halt Vater, die das Kind wirklich alleine erziehen.
    In meinen Augen seid ihr beide gemeinsam für die Erziehung zuständig.

    Sorry passt vielleicht gerade nicht zum Thema, wollte ich aber schon lange mal fragen.

  2. Irene sagt:

    Ich kann dir die asiatische Küche nur ans ❤️ legen . Seit vielen Jahren bin ich sehr Fan aber leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit einen Fleck von Asien zu besuchen . Die Vielfalt muss enorm sein ! Ich bin gerade nach Saarbrücken gezogen und musste mir einen neuen Asiaten meines Vertrauens suchen und fand einen sehr schnellen . Jeden Monat kaufe ich in diesen Asia laden ein um Sachen in Vorrat zu haben : meine MUST HAVE:
    – Soja Sauce ( aber die helle ).
    – Gyoza Blätter ( damit macht man so eine Art chinesische empanadas. Ich fülle sie mit Ingwer, Frühlings Zwiebel , China Kohl und Hack ).
    – Sushi Blätter ( ich liebe Sushi. Rentiert sich definitiv mehr es zu Hause zu machen . Wie machen die veggie Version mit Gurke und süsse Omelette).
    – Miso tüttchen ( für Suppen und Saucen ).
    – Reis papier für Sommer Rollen , super einfach ( auch cool für N mitzumachen) frisch, lecker und gesund . Ich befleit sie mit einer Süss sauer Sauce .
    – Sesam Öl für quasi alles .
    – Reis Essig für den sushi reis . Schmeckt hammer .
    – Oyster Sauce für Chop suey oder Wok .
    – Reis oder Glas Nudeln .

    Das tolle an Asia Küche ist das mit 3 basics und das was so im Kühlschrank fliegt kannst du seeeeeeehr viele Gerichte zaubern . Alle lecker und preiswert und alles haltbar .

    Ich verfolge auch gern die Methode Realfood. Wie der Name verrät.. echtes essen . Ich halte daran das 95% meines Essens im Supermarkt Wagen essen ohne Etikett sind . Jahrelang war ich Cola Fan und als ich es “ gelassen hatte“ fühlte ich mich wie auf Entzug.. aber seit dem dankt mir mein Körper den ich verdaue besser .
    LG

    Irene

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu