Kleiderschrank ausmisten & ordnen.

Wenn der Frühling endlich Einzug hält, der Himmel blau und die Wiesen bunt werden, dann überkommt viele Menschen der Wunsch nach Frühjahrsputz.

Und eines der meist gefürchteten wie diskutierten Themen ist sicherlich der Kleiderschrank! In Zeiten von H&M, Zalando & Co. ist es leichter denn je, die Fächer mit günstigen Stücken zum Platzen zu bringen. Am Ende tragen die Menschen vielleicht 50% von dem, was in den heimischen Regalen liegt.

Meine Freundinnen haben sich ebenfalls vorgenommen, in ihren Schränken Ordnung zu schaffen. Während die eine mich dabei um Hilfe bittet, wird sie von anderen gefürchtet – ich könnte ja zu viel weg rationalisieren 🙂

Es folgen meine allgemeinen Methoden um die Garderobe interessant, hochwertig und aufgeräumt zu halten.

1. Das „Vielleicht“-Fach

Die meisten Menschen stolpern täglich über Klamotten, in denen sie sich eigentlich nicht gefallen/die nicht passen/ihnen zu gewagt/langweilig sind. Solche Stücke werfe ich in mein „Vielleicht“-Fach (gleich hinter den Hygge-Buxen und T-Shirts). Bisher habe ich nur ein Mal etwas daraus wieder hervor geholt, weil es mir doch fehlte. Der Rest wird an meine Mädels vererbt oder gespendet.

2. Garderobe dem Alltag anpassen

Seit ich in einem Büro arbeite, hat sich natürlich auch mein Bedarf an Kleidung geändert. Wenn ich also etwas Neues kaufe, dann achte ich meistens darauf, dass es auch bürotauglich ist. Ich ziehe mich privat auch gern Casual chic an, und so eignen sich die meisten Blusen und Hosen sowohl für die Freizeit, als auch für die Arbeit.

Dafür habe ich kaum: Cocktailkleider, Jogginghosen, Sportklamotten, Fetzenjeans.

Frage dich: Was mache ich am meisten in meinem Alltag? Und welche Kleidung brauche ich dafür?

3. Keine Kleckerkäufe

Klar belohne auch ich mich mal mit einem neuen Paar Schuhe oder einer Bluse! Aber das 1x im Halbjahr, am besten sogar zum Beginn der neuen Saison. Es macht mir auch Spaß, mich mit neuen Sommerkleidchen und einem neuen Bikini auf Frühling&Sommer einzustimmen, keine Frage.

Aber dann gibt es auch mal Events, für die man vielleicht grad nichts im Schrank, oder sich einfach am Gewohnten satt gesehen hat. Früher hätte ich dann stundenlang das Internet durchforstet, um etwas Passendes zu finden. Heute leihe ich mir lieber mal etwas für spezielle Termine aus- und natürlich verleihe ich ebenso gern etwas an meine Mädels, wenn sie es brauchen.

4. Qualität

Es hat sich für mich wirklich bewährt, in Qualität zu investieren. Das hat nichts mit dem Preis zu tun! Ich hab auch schon eine 15-€-Bluse bei H&M gefunden, die nachhaltig und zu 100% aus Baumwolle produziert war. Aber wenn es um Stücke wie Blazer und Röcke geht, schaue ich doch lieber bei Shops wie albamoda oder gern auch Second Hand rebelle. Basics wie Strumpfhosen, Unterwäsche oder Jogginghosen dürfen natürlich gern Low-Budget sein. Ich freue mich auch über jeden ausrangierten Kaschmir-Pullover von Mama, und kaufe mir zum Herbst alljährlich selbst einen. Die halten EWIG bei richtiger Pflege. Riechen nie komisch, fühlen sich herrlich an und sehen einfach gut aus.

5. Neues rein, Altes raus.

Fast immer, wenn ich etwas Neues gekauft habe, fliegt ein altes Teil ins Vielleicht-Fach. Inzwischen bin ich soweit, dass kaum noch etwas weg kann. Ich verfolge das System ja nun seit beinahe zwei Jahren! Wenn du aber gerade erst beginnst deine guten Stücke zu ordnen, ist das immer eine schöne Methode um nicht wieder im Chaos zu enden.

6. Nähkiste

Du magst den oberen Teil von einem Kleid, aber die Länge gefällt nicht mehr? Der Rock ist zu eng/weit geworden? Und die Waschung von der Jeans ist schön, aber die Form nicht mehr?

Vielleicht kannst du ja etwas ändern (lassen). Ich habe schon (von Hand, besitze keine Maschine) ein Kleid zum Top, eine Jeans zur Hotpants, unzählige Hosen kürzer und einen Rock weiter gemacht. Lauter Teile, die noch Verwendung fanden und denen ich so einen neuen Platz einräumen konnte! Auch wenn du selbst nicht nähst: Womöglich hat deine Freundin Spaß daran, oder ein guter Schneider ist gleich um die Ecke!

Fazit:

Es ist wirklich nicht so schwer, die Übersicht über seine Garderobe zu behalten. Ob du ein ganzes Ankleidezimmer besitzt oder nur ein paar Pax-Fächer, die wichtigste Regel (in meinem Kopf) lautet: Alles wird genutzt. Nicht „Das ziehe ich irgendwann nochmal an“!

Sondern wirklich sicher sein, dass Du die rote Lederhose tragen wirst. Dass die fünfzehn Handtaschen dieses Jahr auf jeden Fall zum Einsatz kommen, und das Kleid mit der gewagten Riesen-Schleife bald seinen großen Auftritt haben wird.

Und wenn du etwas Neues kaufst, dann am besten etwas GUTES und Haltbares. Je besser der Stoff/Schnitt, desto weniger muss man dazu kombinieren um diese „Das hat sie nur rasch übergeworfen und sieht toll aus“ Aura zu bekommen.

Muss nicht für Freizeit-Looks gelten, aber wenn es das Portmonee zulässt, bin ich die Erste die sich nach Abzahlung der Uni einen Seiden-Pyjama kaufen wird!!

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