Gut essen, Geld sparen.

In meiner Zeit als Alleinerziehende gab es Wochen, in denen ich für den Rest des Monats nur noch sehr wenig Geld übrig hatte. Anfänglich überfiel mich da manches Mal die Panik „Aber der Kühlschrank ist fast leer! Wir haben nichts zu essen im Haus!“

Da begann ich ein System zu entwickeln, um gleichzeitig Geld zu sparen und nichts mehr (oder weit weniger) wegzuwerfen. Allein in Deutschland werden jährlich pro Person 81,6kg Lebensmittel weggeworfen. Das sind 940€ pro Haushalt! Selbst wer also nicht darauf angewiesen ist Geld zu sparen, kann dieser sinnlosen Verschwendung durch ein paar kleine Tricks entgegen wirken.

1. Inventur

Je nachdem, zu wie vielen Personen und mit was für einem Budget man lebt, kann eine regelmäßige Inventur vor dem Einkauf (im Abstand von 1/2/4 Wochen) dabei helfen den Überblick zu behalten. Oft ist es (jedenfalls bei uns) so, dass der Kühlschrank sich zwar leeren mag, die Vorratsschränke und Tiefkühlfach aber voll sind.

2. Menüplan schreiben

Gerade jetzt, wo die blöde Nachzahlung der Stadtwerke auf mich zurollt, schnalle ich mein Gürtelchen wieder enger, um unnötige Ausgaben zu minimieren. Ich gehe also meine Küche durch und schreibe alles an Dosen-, Trocken- und Tiefkühlvorräten auf was da ist. Daraus stelle ich dann so viele Menüs zusammen wie möglich. NIE sind es weniger als 7 Mahlzeiten, die da noch zustande kommen!

3. Nur das Nötigste zukaufen, so regional und nachhaltig wie möglich.

Eigentlich sind es wenige Dinge, die man wöchentlich kaufen muss. Dazu gehören bei uns Nikolais Hafermilch, Hundefutter, Eier, Milch für meinen Kaffee, saisonales&regionales Obst und Gemüse sowie Milchprodukte, die akut gebraucht werden. Wie Ricotta für Quiche, ein Stück Emmentaler für meine Pizza oder Magerquark als Beilage zu Kartoffeln. Fleisch kaufe ich kaum noch. Wenn, dann mal Huhn bei Bofrost oder Papa bestellt für uns Steaks beim Lieferanten vom Restaurant.

4. Beispiele

Heute beispielsweise sind frisch nur noch 1 halber Becher Crème Fraiche, Eier, 1 Paprika, 1/2 Flasche Tomatensauce, Speckwürfel und 1 Salat da. Das reicht mindesten bis Dienstag! Zusammen mit Kartoffeln, Naturreis, tiefgekühltem Fleisch, Mehl und Nudeln werden daraus Köstlichkeiten wie

  • Tomatenreis mit Paprika und Huhn
  • Pasta mit Olivenöl, Chili und Steak
  • Speckpfannkuchen mit Salat
  • Hühnerfrikassee, das ich mit dem Rest Crème Fraiche easy aus der Hühnersuppe zaubern kann die ich gestern mit Niki gekocht habe

Ihr seht: Es ist keineswegs langweilig oder beängstigend, nur einmal die Woche oder gar alle 10 Tage eine neue Kühlschrankfüllung zu kaufen. Es erspart mir Zeit, Geld und Abfall, einen Überblick über meine Vorräte zu halten und damit zu arbeiten.

1 Comment

  1. Tine sagt:

    Ein ganz toller Beitrag, mit richtig guten Tipps, die jeder beachten kann und auch sollte.

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