Karneval und Roadtrip.

Hand aufs Herz: Ich bin weder Jeck noch Übermutter. Dennoch habe ich am Karnevalswochenende sowohl ein wenig Faschingsluft geschnuppert, als auch allein mit Herrn Baby einen Roadtrip gemacht. Hier die Antworten auf Eure häufigsten Fragen.

Woher stammte Nikolais Karnevalskostüm?

Gibt es etwas Süßeres als (s)ein Baby in Verkleidung? Kaum! Auch Nikolai im Löwenkostüm war einfach zum Anbeißen. Für mich war das etwas ganz Besonderes, weil es seine allererste Verkleidung war und die Erzieherinnen sein kleines Gesicht ganz, ganz toll bemalt hatten. Es gibt solch goldige Puschel Kostüme bspw. bei Karneval Universe oder Amazon. Wir haben unseres allerdings von meiner Freundin bekommen, deren Kinder den Löwen bereits vor Jahren trugen, und das fand ich wunderschön.

Wie ist das, mit dem Kind so lange Auto zu fahren?

Ich habe inzwischen mehrere längere Autofahrten mit meinem Niki hinter mir (~6 Stunden) und bei wenigen davon war S dabei (der mag Frankreich nicht, und während Bayern musste er lernen). Da eignet man sich einige Tricks und Geduld an, mit denen so eine Fahrt ganz entspannt sein kann. Spoiler: Bei mir darf im Auto gegessen werden!

  • Entertainment! Ich lade N vor der Fahrt das ipad auf und geeignete Kindersendungen bei Prime/netflix herunter. So kann er im Offline Modus gemütlich eine Folge Peppa Wutz schauen. Oder seine Spiele spielen (Tiere füttern, 123draw, Learning Games). Außerdem nehmen wir Bücher, Dinos und ein Auto nach Nikis Wahl mit. Er mag nämlich selten länger als 20 Minuten aufs iPad starren, und das finde ich super.
  • N darf vorn sitzen. Ja, das ist nicht ganz so sicher wie hinten. Aber bei dem geliehenen Polo von neulich konnte man zB ganz easy den Airbag auf der Beifahrerseite ausstellen. N ist mir nahe, kann alles beobachten, mit mir singen und auf Sachen am Wegesrand deuten. Ach ja, und ich habe bisher keineswegs die Erfahrung gemacht, dass ihn das „überfordert“. Keine Alpträume, unruhige Nächte o.ä.
  • Windelpause machen. Uns ist einmal die Windel durchgenässt, weil wir nicht früh genug nachgeschaut haben. Das war blöd!! Deshalb mache ich nach drei Stunden eine kurze Rast, um eine frische Windel anzuziehen.
  • Snacks!! Ich LIEBE Reiseproviant und LIEBE es, für eine Reise die Snacks zusammen zu hamstern. Sandwiches, Kekse, Apfelschnitze, Brezeln und Co. verkürzen auch einem Herrn Wutz die Fahrt.
  • Timing. Auf der Fahrt nach Wittenberg hatte ich es extra so gedreht, dass wir nachts fahren. Damit das Kind schläft und so. Alles schön und gut, aber: Das Kind ist dann am Morgen wie gewohnt topfit, während man als Eltern in der Seilen hängt! Wer möchte, dass Baby einen Großteil der Fahrt verschläft, fährt besser in den frühen Morgenstunden denn am Abend. Auf der Bayernreise sind wir hin und zurück um 10:00 gefahren, und N war bis 14:00 völlig stressfrei wach. Ja, er meckert mal, dass er „auf’tehn“ will, aber das hört schnell auf und dann wird wieder gesungen, gelesen und geschaut. Das macht ihn genauso müde wie ein Spaziergang im Wald, und ich selbst habe vor der Fahrt prima geschlafen und gut gefrühstückt.

Langweilt mein Kind sich mit mir allein?

Eine meiner größten Sorgen beim Alleinreisen war immer, dass ich damit überfordert oder mein Kind mit mir gelangweilt sein könnte.

Keine Panik!

Natürlich kann es stressiger sein, sich ohne Partner um seinen Zwergi zu kümmern. Mal eben ein „Nimm du ihn“ ist nicht. Mama und Arno kennen N noch nicht so gut, und sind auch nicht die typischen „Gib, gib, gib mir das Baby“-Großeltern. Sie und Niki beschnuppern sich noch. Also ja, am Ende des Tages ist auch die Mami geschafft.

Doch vor allem am letzten Wochenende habe ich es unglaublich genossen, One-on-One-Time mit meinem Sohn zu verbringen. Wir haben auf der Fahrt gesungen, Geschichten erzählt, Flugzeuge am Himmel gesucht. Tagsüber waren wir draußen, haben Steine in den Fluss am Haus geworfen, Schneebälle geformt. Drinnen Klavier gespielt, meine alten Kinderbücher durchgeblättert und abends sind wir gemeinsam ins Bett gegangen (er wollte partout nicht ins Reisebett!). Ich habe Niki im Dunkeln vom Murmeltier erzählt bis sein Atem leise und friedlich verriet, dass mein Schatz eingeschlafen war.

Also keine Angst, ohne Technik und zweite Bezugsperson mit euren Kindern allein zu sein. Es schweißt einen wirklich zusammen und tut der Seele gut!!

Hast du dich mit deiner Mama vertragen?

Ja, das habe ich. Im letzten Sommer haben wir Frieden geschlossen und viele offene Gespräche geführt. Es ist schön, dass sie jetzt so aktiv und auch liebevoll an unserem Alltag teil hat!

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