Hygge für Dich.

„Hyggelig ist ein im Dänischen und Norwegischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und „gut“ bedeutet.“ (Wikipedia)

Für mich ist „Hygge“ noch mehr: Es ist ein Lebensgefühl. Ein bewusstes Entspannen, das Leben im Augenblick der Gemütlichkeit und die Zufriedenheit mit dem Hier&Jetzt. Mit dem was ich habe und wer ich bin. Auch, dass man sich im eigenen Zuhause wohl fühlt, spielt eine große Rolle. Ordnung, warmes Licht, kuschlige Decken und duftende Kerzen (ich liebe Bratapfel-, Vanille-, Zimt- und Plätzchen-Geruch!).

Gerade jetzt zum Beginn der kalten Jahreszeit nehme ich mir jeden Tag einige Momente, um unser Zuhause „hyygelig“ zu machen und das Gedankenkarussell anzuhalten.


Wenn wir von der Kita heim kommen, bin ich oft gestresst. Seit 7:00 im Büro, danach den Wutwichtel abholen der sich täglich aufregt, dass wir den Heimweg nicht zur ausgedehnten Spazierfahrt machen. Brüllendes Kleinkind hoch schleppen, Sachen auspacken, Haushalt angehen. Um nicht entnervt in den Nachmittag mit meinem Wutz zu starten, zünde ich vor allen anderen Aufgaben ein paar Kerzen an. In Flur, Küche und Wohnzimmer, natürlich außerhalb von Nikis Reichweite. Die Lichterkette auf dem Schuhschrank und der Wasserkocher werden eingeschaltet, ein Beutel Tee in meiner geliebten Katzentasse platziert.

Bis das geschehen ist, hat auch Nikolai sich beruhigt und beobachtet oft (und ganz in Ruhe) eine der Kerzen. Ich kann mich umziehen, durchatmen und gemeinsam mit Nikolai unsere Taschen auspacken. Dann essen wir einen kleinen Snack, da uns beide am Nachmittag der Heißhunger überfällt. Der darf richtig lecker und winterlich sein, wie ein Lebkuchen/Pflaume-Zimt-Jogurt/Äpfel mit Walnüssen. 


Wir legen uns auf die Couch, lesen ein Bilderbuch und kuscheln. So gewinnen wir Zeit zu zweit, kommen nach dem Werktag runter und streiten nicht. 

Erst nach dem Hygge-Moment mache ich mich dann an den Haushalt. Wäsche, wischen, kochen, aufräumen. Mir hilft das bewusste Entspannen beim Heimkommen, in den Feierabend zu gelangen. Auch im Kopf! Es macht so einen Unterschied, wenn die Wohnung gemütlich und die Seele entspannt ist.

Wichtig ist für mich, am Tag die drängendsten Aufgaben erledigt zu haben. Daher arbeite ich im Büro besonders gewissenhaft. Kaufe in der Pause ein, hole Post ab, führe Flocke aus. Denn wenn man nach Kita-Schluss noch zahlreiche Punkte auf seiner To-do-Liste hat, kann sich der Kopf nicht entspannen. 


Am Wochenende bemühe ich mich erst recht um eine heimelige Atmosphäre. Wenn die kleine Familie zusammen ist und wir unser Zuhause genießen können. Gemeinsame leckere Mahlzeiten. Lichter, ein Sonntagskuchen der die Wohnung nach Äpfeln, Zimt und Nelken duften lässt. Während N schläft, ruhen wir uns bewusst aus. Relaxen auf dem Sofa, trinken eine Tasse Tee. Auch der Verzicht aufs Handy ist ein großer Entspannungsfaktor. Abends nehmen wir gern ein Schaumbad, mittags kann auch mal jeder Zeit für sich verbringen. 

Es geht um den Genuss des Augenblicks. Ihn mit allen Sinnen auszukosten und zur Ruhe zu kommen. Es bedarf für mich keines hohen Aufwands, um in sich zu gehen und Zufriedenheit zu empfinden. Bloß eine Tasse Tee, meine liebsten in unserem beleuchteten Zuhause und ein zufriedener Magen. Hygge, ich mag dich ! 

2 Comments

  1. Sandy sagt:

    Danke 😘❤❤😘 wollte mir heute eigentlich ein teures Hygge Buch kaufen.

    Hat sich erledigt.

    Deine Worte reichen aus, um auszumisten, aufzuräumen und alles etwas ruhiger angehen zu lassen.

    Auch deine Stimme ist für mich immer so beruhigend…höre deine Storys so gern.

    LG

  2. Bianca sagt:

    Toll, ich finde deine Einstellung genau richtig. Bevor man sich selbst noch mehr Stress macht, sollte man sich bewusst tägliche Auszeiten nehmen. Gerade im Mama-Leben sind die besonders wichtig.
    Viele Grüße Bianca

    http://ladyandmum.blogspot.de

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