DiY 3: Küche und Supermarkt.

Minimalismus bedeutet für mich, nachhaltig und zweckmäßig zu leben.

Wenn es auch „Öko“ klingt, so gehört für mich die Vermeidung von unnötigem Müll und Schadstoffen unbedingt zu diesem Lebensstil. Viele Menschen machen sich darüber wenige bis gar keine Gedanken. Mir dagegen fällt in der letzten Zeit immer mehr auf, wie viel Plastik wir jedes Mal vom Supermarkt Heim bringen. Und auch, wie viel Essen weggeworfen wird: Das ist teilweise bizarr (eine sehr gute Reportage dazu: „Taste the Waste“ über amazon Prime).

Wie beim Minimalismus, so muss auch ein Müll-/Wegwerf-Vermeidungs-System zu unserem Alltag passen. Es gibt viele Alternativen, zu denen ich gern greifen und die ich Euch hier nennen werde. Dann gibt es aber auch Dinge, die ich mir für mich selbst nicht vorstellen kann. Doch selbst wenn wir uns um 90° drehen anstatt um 180°, wird das eine Veränderung bewirken. Und wenn das jeder (oder auch nur jeder zweite, dritte) tun würde, wäre unserem Planeten bereits sehr geholfen.

Ich weiß, wie blauäugig und idealistisch das klingt. Aber die Vermüllung der Erde ist real. Das Sterben der Meere und die absolut ungleiche Verteilung von Nahrungsmitteln sind es ebenfalls. Ich kann ein Nach-Mir-Die Sintflut-Denken jedenfalls nicht verantworten, vor allem nicht, seit ich Mutter bin. Will ich meinem Wutz und dessen Nachkommen meinen Dreck hinterlassen? Definitiv nicht.

Insofern bin ich sogar ganz froh um mein derzeit bescheidenes Auskommen. Weil es mich zwingt, mir intensiv Gedanken über unsere Ausgaben und unseren Lebensstil zu machen. Ich denke, aus einer bequemen Situation heraus stellt man solche Überlegungen weitaus seltener an.

Heute meine Alternativen für die Küche, um a) Geld zu sparen, b) Qualität einzukaufen und c) Ja! Müll und unnötiges Wegewerfen zu vermeiden.

Mich ärgert es, in einem 1,5 Personen-Haushalt mindestens einen halben gelben Sack voller Plastikmüll pro Woche zu produzieren. Folgende Änderungen sind leicht umsetzbar und wirken dem entgegen:

 

Aufschnitt und Fleisch an der Frischetheke kaufen. Auch hier gilt: Ja, es ist teurer, aber dafür von besserer Qualität. Für uns muss es auch nicht täglich Fleisch sein. Und wenn, dann sollte weder Nikolai noch ich eingeschweißte Massentierhaltungs-Ware bekommen. Plus: macht auch weniger Müll.

Obst& Gemüse lose kaufen und gleich in den eigenen Korb legen, anstatt für jede Sorte eine Plastiktüte zu ziehen. Auch die Beschränkung auf regionale Produkte finde ich wichtig, weil es die Landwirte in unmittelbarer Umgebung unterstützt. Wie gesund kann eine arme Tomate sein, die den ganzen Weg von Marokko bis zum Rewe nach Erkelenz gereist ist?

Jogurt und Milch im Glasbehälter kaufen. Erstens befinden sich darin keine Schadstoffe wie beim Plastikbecher, und zweitens vermeidet es eine Menge Müll. Auch wenn man, wie ich, vorwiegend im Aldi einkauft weil es günstiger ist (die haben leider keine Glasbehälter), macht der Gang zum Rewe/Edeka unwesentlich mehr Mühe und weitaus weniger Müll.

Leitungswasser trinken und Hafermilch selbst herstellen (Anleitung habe ich vor längerem unter "Rezepte" gespeichert). Spart viel Schlepperei und Geld. Es ist allgemeinhin bekannt, aber sei dennoch gesagt: Die Weichmacher in den Plastikflaschen sind äußerst ungesund. Zudem enthalten viele sogenannte Mineralwässer tatsächlich WENIGER Mineralien als Leitungswasser. Dieses kann man in den meisten Regionen Deutschlands bedenkenlos trinken. Manchen schmeckt es einfach nicht- dann muss sich natürlich niemand zwingen. Aber zumindest zur Glas- statt zur Plastikflasche greifen.

Brot, Stuten & Co. selbst backen. Dafür gibt es gleich mehrere unschlagbare Argumente: Es ist weitaus günstiger, gesünder und verursacht ebenfalls weniger Müll. Man kann bspw. Brot oder auch Pizza gleich auf Vorrat backen und das einfrieren, was man gerade nicht braucht. Für diverse Gerichte findet Ihr bereits eine Anleitung unter "Rezepte". Sobald ein gutes für Brot dazukommt, lasse ich es Euch wissen.

Mein nächstes Projekt: Salat, Tomaten und Zucchini zuhause anbauen. Wir haben zwar nur eine Loggia (überdachter Balkon), aber einen Versuch ist es wert. Das soll sogar IN der Wohnung gehen. Ich bin sehr gespannt und werde Euch selbstverständlich Bericht erstatten!

3 Comments

  1. Alexandra Jungbauer sagt:

    Deine Artikel haben mich ebenfalls sehr zum Nachdenken bzw. Umdenken animiert ;)! Vielen Dank dafür! Auch ich bin Mama von 2( bald 3) kleinen Mäusen und möchte ihnen nicht meinen ” Dreck” hinterlassen! Also vielen Dank für deine Anregungengen… Sie bewirken bei uns schon einen deutlich bewussteren Einkauf von Kleidung und Lebensmitteln!
    Lg Alexandra

    • NikiMami sagt:

      Oh, liebe Alexandra, wie ich mich über solche Nachrichten freue!! Wenn Menschen meine Texte nicht nur mögen, sondern sie auch zum Nachdenken (oder gar zum Handeln!) animieren. Das macht mich sehr glücklich! Danke ❤️

  2. Alexandra Jungbauer sagt:

    Das freut mich;) aber mit Nacht das Thema mittlerweile auch echt richtig Spaß! Um Sich im übrigen die Aluminiumfolie und klarsichtfolie in der Küche zu sparen kann ich die Internetseite: http://www.everandagain.de empfehlen!
    Lg Alexandra

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