Meine Extensions-Erfahrung.

Nach der Schwangerschaft litt ich, wie viele M√§dels, unter Haarausfall. Das ist zwar ganz normal, aber es st√∂rte mich. Vor allem, weil ich mein Haar wirklich pflege, kure und ein sehr gutes Gl√§tteisen benutze.¬†Irgendwann wurde ich ungeduldig und beschloss, Extensions auszuprobieren. Das hatte ich mir lange √ľberlegt, vor allem wegen dem hohen Preis f√ľr ein hochwertiges Produkt.

Zun√§chst klingt es irgendwie verr√ľckt, sich fremdes Haar an das eigene pappen zu lassen. Und ich kann alle M√§dels verstehen, denen das zu weit ginge. Aber meine Friseurin ist Vollprofi und ich vertraute ihr, dass das Ergebnis nicht k√ľnstlich oder billig aussehen w√ľrde. Und, am wichtigsten, dass ich keine kahlen Stellen am Ende der Tragezeit h√§tte!

Julia (meine Haarfee) arbeitet mit Greatlengths. Das ist eine Firma, die Echthaar-Exentsions sowohl zum permanenten als auch zum Clip-In Gebrauch herstellt.

Das Haar kommt vorwiegend aus Indien, wo viele Frauen ihre Mähne den Göttern opfern (und so landet es bei uns). Ja, das war mir wichtig zu wissen. Ich mag mir nicht vorstellen, wie viele Mädels unfreiwillig ihr Haar lassen mussten, damit andere Firmen diese weiterverkaufen.

Eine Packung kostet 125‚ā¨. Da muss man erstmal schlucken. Aber ich nannte mein Experiment „Pushpresent“ und schenkte mir die M√§hne zur Geburt (ja, ich wei√ü wie das klingt. Aber ihr kennt mich- ich sage es, wie es ist). Um ein sch√∂nes Ergebnis zu erzielen, braucht man mindestens vier Packungen. Die Haare gibt es in 2 L√§ngen, wovon wir die k√ľrzere w√§hlten. Sonst s√§he es mir einfach zu sehr nach Barbie aus, mit meinen 1,58 K√∂rpergr√∂√üe. Man bekommt die Greatlengths Haare in allen Farbfacetten, es ist wirklich unglaublich. Wir haben zwei verschiedene Blondt√∂ne gemischt, auch dies zugunsten eines nat√ľrlichen Looks. Vor dem Anbringen hat Julia meinen Ansatz wieder in Naturton zur√ľckversetzt. Das hatten wir beim 1. Mal im Mai nicht getan, und mir gef√§llt das ganz Hellblonde nicht mehr. Ich wollte einen ganz nat√ľrlichen Beachgirl-Look. Danach wurden die Extensions eingesetzt.

Die Varianten des „Anbringens“ sind vielf√§ltig. Von UV-Licht √ľber einflechten (blo√ü nicht!) bis hin zu Keratinbondings.

Ich trage Tape-In-Extensions. Jeder Friseur mag da eine eigene Meinung haben, welche Methode die haarschonendste ist. Julia schwört auf diese. Dabei werden die Strähnen mit einer Art doppelseitigem Klebeband an das Eigenhaar geklebt. Das dauert ca. 45 Minuten (ohne Färben, Föhnen, Styling). Alle vier bis sechs Wochen nimmt man die Extensions wieder raus, um sie entweder höher zu setzen oder eine Pause einzulegen.

Ich habe damit nur gute Erfahrungen gesammelt und beispielsweise von Mai bis September eine Pause eingelegt. Zum einen, weil S das lange Haar nicht gefiel, zum anderen weil es ein Genuss sein kann, die Kopfhaut beim Haarewaschen zu massieren. Das geht mit der Verl√§ngerung n√§mlich nicht! Man darf das Haar nur unter Dusche und nicht kopf√ľber waschen. Da es „tot“ ist, sind regelm√§√üige Kuren und hochwertiges Styling-Equipment Pflicht. Ich nutze ein Cloudnine Gl√§tteisen und wechsle die Pflegeprodukte. Ein Hitzeschutz vor dem Gl√§tten ist ebenfalls unerl√§sslich, da habe ich gerade den von Revlon Style Masters im Bad stehen.

Im √úbrigen sind die Haare nach dem Lufttrocknen wellig, genau wie meine eigenen. Dadurch sieht es auch am Strand nicht merkw√ľrdig aus, wenn das Haar trocknet. Ich wei√ü nicht, ob es naturglatte Extensions gibt, da m√ľsste man sich informieren. Ich bin froh, dass meine zur eigenen Haarstruktur passen.

Am ersten Tag nach dem Anbringen kann die Kopfhaut ziehen, was am zus√§tzlichen Gewicht des Haars liegt. Jetzt nach der Pause hatte ich das aber nur ganz leicht. Ich bin total gl√ľcklich mit dem Look! Selbst ungeschminkt schaue ich einfach lieber in den Spiegel, wenn das fahle Antlitz von einer Wallem√§hne umspielt wird (ja, das macht poetisch!).

Es ist definitiv mehr Aufwand, der sich f√ľr mich aber lohnt. Ich gefalle mir einfach gut mit Rapunzelfrisur. In der An-Mamas-Haaren-Ziehen-Phase war es kein gro√üer Spa√ü (da war Nikolai 5, 6 Monate alt). Da w√ľrde ich es nicht empfehlen, weil ihr euch √§rgern werdet wenn Baby ein B√ľschel teurer Haare ausrupft ūüėČ

Der hohe Preis bleibt ein Contra, das ich absolut nachvollziehen kann. Wer das nötige Kleingeld und den Wunsch nach Traumhaaren hat, wird von dieser Methode aber nicht enttäuscht sein. Mit richtiger Handhabung und Pflege hat man 6-9 Monate von dem Haar. Danach sind Eure eigenen entweder lang genug dass ihr auch so zufrieden seid, oder man beginnt von vorn.

Diese Rezension ist √ľbrigens freiwillig und nicht bezahlt! Ich wurde einfach so oft danach gefragt, dass ich Euch einmal alle Infos zusammentragen wollte.

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